Anonym. Ohne E-Mail. Mit allen Posten transparent.
Investition, Jahresertrag und Amortisation als ehrliche Kostenschätzung, inklusive Zählerschrank, Netzanschluss, Smart-Meter und Wartung. Live-Berechnung im Browser, keine Daten an uns.
Anlage und Module. Wir rechnen mit hochwertigen 435-Wp-Modulen, ungefähr 2 m² Dachfläche pro Modul, schlüsselfertig montiert auf Aluminium-Unterkonstruktion. Gleicher Preis für Sattel-, Walm-, Pult- und Flachdach. Pauschalen ab 1.000 €/kWp privat und ab 1.000 €/kWp netto Gewerbe, je nach Anlagengröße und Verschattung. Größere Anlagen werden günstiger pro kWp. Auf besondere Bedingungen (Statik, Verschattung, Komponentenwahl) gehen wir vor Ort ein.
Ertrag und Eigenverbrauch. Erträge nach PVGIS-Daten der Region Mannheim/Rhein-Neckar: rund 1.080 kWh pro kWp und Jahr bei Süd-Ausrichtung, rund 920 kWh bei Ost-West. Standard-Eigenverbrauch im Privat-Haushalt etwa 30 %, mit E-Auto oder Wärmepumpe deutlich höher (45-55 %), mit Speicher zusätzlich bis ~80 %. Bei Gewerbe hängt die Quote stark vom Lastprofil ab (Klima, Kühlung, Produktion, Servernutzung).
Feste Posten transparent. Wir blenden nichts aus, was Ihnen später als „Überraschungs-Position" begegnet: Anmeldung beim Netzbetreiber, Eintrag im Marktstammdatenregister, Anlagendokumentation, Baugerüst (als Fremdleistung), Netzanschluss-Pauschale und Smart-Meter ab 7 kWp Pflicht. Diese Posten sehen Sie alle einzeln im Schätzungs-Ergebnis. Zählerschrank-Umbau ist ab Baujahr ca. 2000 oder bei abgelehntem Bestandsschrank Pflicht (im Altbau bis 5.000 € möglich, im Gewerbe bis 15.000 € je nach Hausanschluss und Lastmanagement). Ab 50 kWp planen wir eine PV-Freischaltstelle mit Feuerwehr-Notausschaltung nach DIN VDE 0100-712 ein. Ab 100 kWp gilt Pflicht-Direktvermarktung (§21 EEG): wir rechnen 2.000 € einmalig für die fernsteuerbare WR-Schnittstelle, Vertragsabschluss beim Direktvermarkter, RLM-Messstelle und erweiterte MaStR-Anmeldung. Die laufende Direktvermarkter-Marge (~0,5-1 ct/kWh) ist im reduzierten EEG-Satz von 8 ct/kWh schon abgebildet.
Speicher. Hochwertige LFP-Speicher (Lithium-Eisenphosphat) ab ca. 550 €/kWh schlüsselfertig, inkl. Hybrid-Wechselrichter und Batterie-Management. Bei Anlagen über 50 kWp wird der Speicher mit einem separaten Batterie-Wechselrichter eingebunden. Faustregel zur Auslegung (HTW Berlin): rund 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Größere Speicher zahlen sich nur aus, wenn der Mehrverbrauch wirklich anfällt (Wärmepumpe, E-Auto, geplante Erweiterung). Im Alltag wird ein zu großer Speicher oft nicht voll geladen, weil schlicht nicht so viel Strom abends verbraucht wird.
Wirtschaftlichkeits-Berechnung. Wir rechnen mit einem Betrachtungszeitraum von 20 Jahren (Standard für IRR-Vergleiche, EEG-Förderdauer). Module haben typisch 25 Jahre Leistungsgarantie und laufen in der Praxis meist deutlich länger weiter. Strompreissteigerung 3 %/Jahr (BDEW-Trend, kann höher ausfallen). Wartung, Versicherung und Reinigung 1 % der Investitionskosten pro Jahr (Branchenstandard). Strompreissteigerung und Wartungskosten gehen in die Cashflow-Berechnung, die Amortisation und die jährliche Rendite (IRR) realistisch ein. Stromgestehungskosten beziehen sich auf die produzierte kWh über 20 Jahre inklusive 0,5 % Modul-Degradation pro Jahr.
EEG-Vergütung Stand 01.02.2026. 12,35 ct/kWh bei Volleinspeisung bis 10 kWp, 7,78 ct/kWh bei Teileinspeisung bis 10 kWp, darüber gestaffelt. Anlagen ab 100 kWp fallen unter die Pflicht-Direktvermarktung; statt fester EEG-Vergütung gibt es dann den schwankenden Marktwert solar (im Mittel 2024/2025 bei 6-9 ct/kWh). Wir rechnen konservativ mit 8 ct/kWh Volleinspeisung bzw. 7 ct/kWh Teileinspeisung als grober Annahme. Strompreissteigerung in der Amortisation: 3 %/Jahr (BDEW-Trend).
Mehrwertsteuer. Privat-PV bis 30 kWp: 0 % MwSt nach §12 (3) UStG, der angezeigte Endpreis ist Brutto und gleichzeitig der Kunden-Endpreis. Privat-PV über 30 kWp und alle Gewerbe-Anlagen: 19 % MwSt regulär. Gewerbekunden können die Vorsteuer abziehen, wirtschaftlich relevant ist daher der Nettowert.
Die echten Zahlen schwanken je nach Verschattung, Neigungswinkel, Dachstatik, Komponentenwahl und Netzbetreiber-Vorgaben. Das Tool ist eine erste Orientierung, kein Festpreis. Verbindliches Angebot nach Vor-Ort-Begehung.